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Vatikan: Sorge um den Terror in Westafrika -
- Hongkong: Eine Brücke nach China -
- Mitbegründer der Weißen Rose heilig -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von
Kempis
Redaktion: P. Bernd Hagenkord SJ
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN
DES TAGES:
„Afrikas Christen dürfen jetzt nicht
fundamentalistisch werden“
Mit Sorge sieht der Vatikan den Aufstieg des
islamischen Fundamentalismus in einigen Teilen Afrikas. Bisher waren die
Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in Afrika im Großen und Ganzen gut:
In vielen Ländern Westafrikas, z.B. dem Senegal, hat der Islam eine tolerante,
von Sufi-Bruderschaften geprägte Ausrichtung – auch wenn er die Mehrheit der
Bevölkerung stellt. Doch die Bomben der radikalen Boko-Haram-Gruppe in Nigeria
sprechen jetzt für das Aufkommen eines aggressiven Islams. Was tun? Der
italienische Erzbischof Fernando Filoni leitet die vatikanische
Missionskongregation; er war in den letzten Tagen zu Besuch in Westafrika und
weiß: Speziell in dieser Region in Afrika sind
die Beziehungen zur muslimischen Realität ziemlich komplex. (rv)
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in Text und Ton
Westafrika: Wenn`s brennt, kommt die
Bischofs-Task-Force
„Ab 1997 begann dieser Flirt – und jetzt haben wir die
Ehe auch vollzogen.“ So bringt ein Bischof aus Ghana auf den Punkt, was letzte
Woche in der Stadt Yamoussoukro in
Elfenbeinküste passiert ist: 200 Bischöfe aus allen Teilen Westafrikas sind,
jeder für sich, über ihren jeweiligen ethnischen, sprachlichen oder kulturellen
Schatten gesprungen, um eine einheitliche Bischofskonferenz auf die Beine zu
stellen. Und die soll keineswegs nur fromme Hirtenbriefe produzieren, sondern
auch eine Friedens-Task-Force auf die Beine stellen, die die Bischöfe überall
hinschickt, wo es in Westafrika brennt. Ein ambitionierter Plan – wir sprachen
mit Bischöfen und Experten in Yamoussoukro. (rv)
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in Text und Ton
Deutschland: Ein heiliges Mitglied der
Weißen Rose
Die russisch-orthodoxe Auslandskirche hat
den Mitbegründer der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, Alexander Schmorell, an diesem
Wochenende in München heiliggesprochen. Zu den Feierlichkeiten war auch Nikolay
Hamazaspian eingeladen, einer der engsten Freunde des nun heiliggesprochenen
Märtyrers. Er selbst hatte es abgelehnt, sich direkt der Widerstandsgruppe
gegen das Nazi-Regime anzuschließen, sagte der 91-jährige Hamazaspian dem
Münchner Kirchenradio. Über Alexander Schmorells Mitarbeit beim Verfassen und
Verteilen von Flugblättern sei er allerdings voll im Bilde gewesen.
(kirchenradio)
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und Ton
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AUS
UNSEREM ABENDPROGRAMM:
Aktenzeichen: Irina Gruschewaja – Frau
Europa 2011
Knapp 180 Gäste erhoben sich mit lang anhaltendem
Beifall für Irina Gruschewaja. Mit ihrer Initiative „Den Kindern von
Tschernobyl“, die sie 1989 gemeinsam mit ihrem Mann gründete, hat die
Ukrainerin wahrhaft Großes geleistet. Die Bürgerinitiative organisiert
Auslandsreisen für Kinder aus verstrahlten Gebieten und hat seitdem mehr als
500.000 Tschernobyl-Kindern Erholungs- und Gesundungsreisen nach Westeuropa
ermöglicht. Am 24. November wurde die „Frau Europas 2011“ in Berlin geehrt. Wer
ist Irina Gruschewaja? (rv)
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und Ton
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DIE
NACHRICHTEN:
Vatikan
Die französische EU-Diplomatin Laurence
Argimont-Pistre ist die neue Delegationsleiterin der Europäischen Union beim Heiligen Stuhl. Am Montag überreichte sie Papst Benedikt XVI. bei
einer Audienz im Vatikan ihr Beglaubigungsschreiben. Sie folgt auf ihren
Landsmann Yves Gazzo, der die EU seit 2009 beim Vatikan vertrat. Bislang war
die promovierte Juristin Delegationschefin der EU bei der Unesco und der OECD
in Paris. Gemäß der seit drei Monaten am Vatikan geltenden Regelung fand die
Begegnung ohne den Austausch von Ansprachen oder Botschaften statt. (rv/kna)
Europa
Deutschland
Die Gewalt in Syrien soll endlich aufhören. Das fordert der Vorsitzende
der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, an diesem Montag
in einer Pressemitteilung: „Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen, wie Hunderte
von Menschen unter brutaler Gewalt sterben“, sagte Zollitsch angesichts der
gescheiterten UNO-Resolution am vergangenen Wochenende. Was in Syrien passiere,
sei „eine abgrundtiefe Verachtung fundamentaler Menschenrechte“. Es bedürfe
eines Endes des Blutvergießens und der Schaffung stabiler rechtsstaatlicher und
freiheitlicher Strukturen in Syrien. „Dabei ist es notwendig, dass auch die
christliche Minderheit einen auf Zukunft gesicherten Status in der Gesellschaft
und der Politik behält“, so Zollitsch. Waffen auf die eigene Bevölkerung zu
richten trage zur Destabilisierung einer Nation bei. Syrien brauche Freiheit
und Menschlichkeit, so Zollitsch. (pm)
Deutschland/Ägypten
Als Ausdruck der Solidarität mit den koptischen Christen wird Bischof Gregor
Maria Hanke am Dienstag zu einer einwöchigen Reise nach Ägypten aufbrechen.
Begleitet wird der Eichstätter Bischof von Anba Damian, dem Generalbischof der
koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland. Bischof Hanke, der bereits als
berufenes Mitglied an der Bischofssynode 2010 zum Nahen Osten teilgenommen
hatte, wird sich vor Ort über die aktuelle Situation der Christen informieren
und Gespräche mit Repräsentanten der koptisch-orthodoxen und der
koptisch-katholischen Kirche führen. (pm)
Irland
Dublins Erzbischof Diarmuid Martin ist gegen einen baldigen Besuch von Papst
Benedikt XVI. in Irland. Der Papst wolle zwar „lieber früher als später“
nach Irland reisen und erwäge ernsthaft einen Besuch beim Eucharistischen
Weltkongress im Juni in Dublin, sagte Martin unter Berufung auf eine
persönliche Unterredung mit Benedikt XVI. der Tageszeitung „Irish Independent“.
Nach Auffassung des Papstes müsse sich sein Kommen aber „in das allgemeine
Programm und den Zeitplan der Erneuerung der Kirche in Irland einfügen“, so der
Erzbischof. Das sei auch seine eigene Meinung, so Martin. Nach dem Missbrauchsskandal
benötige die irische Kirche noch viele Schritte zu einer Konsolidierung, sagte
Martin. Vor einem Papstbesuch müsse man „sicherstellen, dass Menschen, die sich
durch die Kirche verletzt fühlen, die Gelegenheit zu einer Heilung haben“. Dies
lasse sich nicht verordnen. (kna)
Türkei
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. nimmt an den Arbeiten zur neuen
türkischen Verfassung teil. Dazu wurde der Patriarch von Konstantinopel von
der türkischen Nationalversammlung eingeladen. Bei der Diskussion um die neue
Verfassung geht es auch um den Status der religiösen Minderheiten. Im Februar
wird eine Sonderkommission der türkischen Nationalversammlung die Meinungen der
Vertreter der religiösen Minderheiten anhören. Das berichtet der Fides-Dienst
an diesem Montag. Bei der Revision der Verfassung gehe es aus Sicht der
religiösen Minderheiten vor allem darum, eine juridische Anerkennung
einzuführen. Zu den weiteren Schritten der Öffnung gegenüber den Minderheiten
gehört ein Gesetzentwurf, den das Ministerium für öffentliche Bildung
vorbereitet, der den Schulen der religiösen Minderheiten die Aufnahme von
Kindern erlauben soll, die nicht die türkische Staatsbürgerschaft besitzen.
(fides)
Asien
Indien
„Wir müssen in Indien dringend alle Formen der Entmenschlichung ausrotten“ und
uns „um die Humanisierung des Lebens von Millionen armer Menschen“ bemühen. Das
sagte Kardinal Oswald Gracias bei der Vollversammlung der Indischen
Bischofskonferenz in Bangalore. Die Kirche müsste dabei „als treibende Kraft“
und „nach dem Vorbild von Mutter Teresa mit gutem Beispiel vorangehen“,
forderte der Erzbischof von Mumbai. Die Unterdrückung von Frauen und die
Verleugnung von zivilen und religiösen Freiheiten nannte Gracias dabei als
Beispiele dieser „Entmenschlichung“. Die Bischofskonferenz tagt zum Thema „Ein
besseres Indien: die Rolle der Kirche“ und findet noch bis zum 8. Februar
statt. (fides)
Verfolgte Christen im ostindischen Bundesstaat Orissa wollen „ihren
Verfolgern vergeben und die Feinde lieben“. Dies betonten Vertreter der
Glaubensgemeinschaft bei einem Treffen in einem Lepra-Zentrum der Mutter
Teresa-Schwestern nahe der Bundeshauptstadt Bhubaneshwar. Etwa 100 Vertreter
der christlichen Gemeinde aus dem Distrikt Kandhamal nahmen an der Begegnung
teil, die vom „Global Council of Indian Christians“ organisiert wurde. Der
Vorsitzende des GCIC, Sajan K. George, ermahnte die Teilnehmer, „nach der Lehre
Jesu auch die zu lieben, die Böses getan haben“. 2008 waren in Kandhamal über
100 Menschen bei einem antichristlichen Massaker getötet worden. (fides)
Mongolei
Der Präsident der Mongolei hat sich bei der römischen Basisgemeinschaft
Sant’Egidio für deren Einsatz zur Abschaffung der Todesstrafe in seinem
Land bedankt. Am fünften Januar hatte das Parlament in Ulan Bator ein Gesetz
verabschiedet, das das Land darauf festlegt, diese Bestrafung vollständig aus
dem Rechtssystem des Landes zu entfernen. Er sei glücklich, das Land als „frei
von der Todesstrafe“ zu erklären, so der Präsident. Die Gemeinschaft
Sant’Egidio habe den Prozess Schritt für Schritt begleitet, sagte Tsakhia
Elbegdori. (rv)
Pakistan
Pakistanische Christen sollten „Selbstmitleid und das Syndrom der Minderheit
überwinden“ und sich um eine „größere Präsenz auf der politischen Bühne
bemühen“. Das erklärten die Teilnehmer einer Studientagung, die in den
vergangenen Tagen in Rawalpindi stattfand und von im Ausland lebenden
pakistanischen Christen organisiert wurde. Den Christen in Pakistan fehle es an
Einheit und politischer Führung. Aus diesem Grund halten es die Teilnehmer der
Studientagung für notwendig, einen „Think-Tank“, eine Denkfabrik, einzurichten.
Diese solle sich mit den alltägliche Schwierigkeiten und Herausforderungen der
Christen in Pakistan befassen und ihre Bildung und öffentliche Präsenz fördern.
(fides)
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Die Quellen unserer
Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna,
Kathpress, Ansa,
Efe, Afp,
Kipa, Reuters,
Ap, Adnkronos,
Upi, Cns,
Ucanews, Misna,
Kirche in Not, Osservatore Romano, – die
Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der
Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate
oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der
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Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer
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Programmvorschau:
Heute Abend, 06.02.2012:
Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Westafrika: Bischöfe
gründen eine Regionale Bischofskonferenz / Großbritannien: Die „Faith Card“ und
ein Tempel für Atheisten
Dienstag Abend, 07.02.2012: Radioakademie - Teil 2 der Sendereihe zum
Petrusgrab von Gudrun Sailer
Mittwoch Abend, 08.02.2012: Die Woche in
Rom
Themen u.a.: Internationale
Missbrauchskonferenz in Rom / Die Generalaudienz
Donnerstag Abend, 09.02.2012: Kreuz des
Südens
Themen u.a.: Eskalation in Syrien: Krise ohne Ausweg? / Aufbruch in China: Wie das
Erzbistum Hongkong das Glaubensleben fördert und was die chinesische Regierung
dazu sagt / Ägypten: Menschrechtsorganisationen vor Gericht, wir sprechen mit
einem Beobachter
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Nachrichtenarchiv
von Radio Vatikan
Radio Vatikan sendet täglich:
16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)
20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)
6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz,
4005 kHz, 7250 kHz)
Radio Vatikan ist außerdem zu
hören bei:
· Radio Horeb um 16.00
und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz -
analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg
106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über
Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel
in der Schweiz und Satellit.
· World-Radio-Network um
8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38
MHz).
· Radio Stephansdom um
19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
· Radio Grüne Welle um
6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich
um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im
Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
Im Internet:
Die deutschsprachigen Sendungen sind online live und auf Abruf
zu hören unter: www.radiovaticana.de.
Das Vier-Monatsprogramm können Sie anfordern bei: Winfried
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